Absagen

Was wir nicht machen

Die häufigste unausgesprochene Sorge im Erstgespräch ist, dass hier jemand irgendwas verkaufen will. Diese Seite beantwortet sie vorab. Was hier steht, lehnen wir ab, auch wenn es bezahlt würde.

Was wir nicht bauen

Nicht weil wir es nicht könnten, sondern weil es dafür fertige Produkte gibt, die günstiger und besser sind als alles, was wir in vier Wochen bauen.

  • Chatbots für die Website

    Ein Bot, der Standardfragen von Besuchern beantwortet, ist kein Automatisierungsprojekt. Es gibt dafür ausgereifte Produkte ab wenigen Euro im Monat.

    Stattdessen: Kaufen Sie eines davon. Interessant wird es erst, wenn der Bot in Ihre Systeme greifen soll, etwa auf den Lieferstatus.

  • Texte, Bilder und Videos erzeugen

    Marketinginhalte zu generieren ist ein Werkzeugthema, kein Prozessthema. Dafür brauchen Sie keine gebaute Lösung, sondern ein Abo und jemanden, der damit umgehen kann.

  • Auswertungen ohne Prozess dahinter

    Ein Dashboard, das schöne Zahlen zeigt, ändert keinen Arbeitsablauf. Wir automatisieren Vorgänge, nicht Berichte.

    Stattdessen: Für reine Auswertung ist ein BI-Werkzeug richtig, nicht wir.

  • Migrationen und IT-Infrastruktur

    Ein Serverumzug oder eine ERP-Einführung ist ein anderes Handwerk. Wir binden an bestehende Systeme an, wir ersetzen sie nicht.

Was wir aus Überzeugung nicht automatisieren

Hier geht es nicht um Aufwand. Diese Fälle lehnen wir ab, auch wenn sie bezahlt würden und technisch machbar wären.

  • Entscheidungen über Menschen

    Bewerberauswahl, Leistungsbewertung, Kündigungen. Der EU AI Act ordnet das als Hochrisiko ein, und wir teilen die Einschätzung dahinter. Ein System soll Unterlagen sortieren, nicht Lebensläufe aussortieren.

    Stattdessen: Vorbereitung ja, Entscheidung nein. Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen ist in Ordnung, eine Rangfolge von Bewerbern erzeugen nicht.

  • Bonität und Kreditwürdigkeit ohne Prüfung

    Eine automatische Ablehnung mit finanzieller Folge für eine Person braucht eine menschliche Entscheidung davor, nicht danach.

  • Kommunikation, die sich als Mensch ausgibt

    Wenn ein System schreibt, muss erkennbar sein, dass ein System schreibt. Das verlangt inzwischen auch der EU AI Act, aber wir würden es ohnehin so halten.

  • Gesundheitsdaten

    Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO. Dafür braucht es eine Spezialisierung, die wir nicht haben, und Zusagen, die wir nicht seriös geben können.

Wo wir nicht passen

Das sind die Fälle, in denen wir im Erstgespräch absagen. Lieber vorher als nach dem dritten Termin.

  • Unter etwa dreißig Mitarbeitenden

    Unterhalb dieser Grösse fällt derselbe Vorgang meist zu selten an. Der Aufwand für Regeln und Anbindung bleibt gleich, der Nutzen nicht.

    Stattdessen: Rechnen Sie es selbst nach, der ROI-Rechner ist dafür da. Wenn er unter null landet, sparen Sie sich das Gespräch.

  • Abläufe, die noch auf Papier laufen

    Wenn Vorgänge nirgends digital entstehen, fehlt die Grundlage. Erst digitalisieren, dann automatisieren, sonst automatisiert man ein Chaos.

  • Eine einzelne Verknüpfung zweier Werkzeuge

    Wenn eine Wenn-dann-Regel reicht, sind wir zu teuer.

    Stattdessen: Zapier oder Make, und zwar ohne uns. Wir sagen das auch auf der Vergleichsseite.

  • „Irgendwas mit KI“

    Ohne einen konkreten Vorgang, der heute Zeit kostet, gibt es nichts zu automatisieren. Ein Projekt, das mit der Technik beginnt statt mit dem Ablauf, endet als teures Experiment.

Wie wir nicht arbeiten

Diese Punkte sind nicht verhandelbar, auch nicht gegen Aufpreis.

  • Keine Abrechnung nach Stunden

    Stundensätze belohnen langsame Arbeit. Wir vereinbaren einen Umfang und einen Preis, und wenn wir uns verschätzen, ist das unser Problem.

  • Kein Festpreis ohne Vorgespräch

    Ein Preis, den jemand nennt, ohne den Ablauf gesehen zu haben, ist geraten. Entweder er ist zu hoch, oder es kommen Nachträge.

  • Kein Projekt ohne Betrieb danach

    Ein übergebenes System, das niemand pflegt, ist in einem halben Jahr wieder Handarbeit. Wir übergeben deshalb nichts ohne laufende Betreuung.

  • Kein Projekt ohne benannte Person

    Wenn niemand auf Ihrer Seite entscheiden darf, zieht sich jedes Projekt. Das ist erfahrungsgemäss der häufigste Grund für Abbrüche, und wir fangen dann lieber gar nicht erst an.

Und wenn Ihr Fall hier auftaucht?

Dann sagen Sie uns trotzdem Bescheid. Manchmal steckt hinter einem Fall aus dieser Liste ein anderer Vorgang, der sich sehr wohl lohnt, und manchmal kennen wir jemanden, der das besser kann als wir.

Zwanzig Minuten reichen für eine belastbare Einschätzung

Sie beschreiben einen Prozess, wir sagen Ihnen, ob sich Automatisierung dort rechnet. Auch dann, wenn die Antwort nein lautet.